Sonntag, 30. Oktober 2005

Naechster Stop: OSTERINSEL!

Gestern vormittag fand erneut eine von einer Gruppe der Osterinsel im Kulturhaus auf dem 880 Meter hohen innerstaedtischen Berg "Cerro San Cristóbal" statt.

Kurzer geographischer Einschub:
Rapanui (Osterinsel oder Isla de Pascua) befindet sich 3.765 km weit vom chilenischen Festland entfernt im Pazifik und gilt als der am weitesten von einem anderen bewohnten Ort entfernte Flecken Land auf dieser Erde. Mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von 21 Grad Celsius und einer taeglichen Sonnenscheindauer von 7 Stunden kann diese Insel schon zu einem Besuch verlocken. Allerdings muessen von Santiago 5 Flugstunden zurueck gelegt werden und guenstig soll ein Besuch dort nicht sein. Jedoch habe ich von allen Touristen gehoert, dass ein Ausflug dahin unvergesslich schoen sein soll. Unter diesem Link gibt es viele weitere Infos, wenn es Dich interessiert.


Da Deborah`s Eltern derzeit zu Besuch sind, haben wir ihnen einen Besuch im Kulturhaus vorgeschlagen. Meine Motiviation bei dem anstrengendem Aufstieg in bruetender Hitze waren natuerlich die knackigen jungen Maenner :-)

Ja und als wuerde es mir auf der Stirn geschrieben stehen, werde ich natuerlich von so einem Sportsfreund zum Tanzen auf die Buehne gezerrt (Oh Gott). Erst war das auch kein Problem, denn viele Zuschauer mussten dran glauben. Allerdings entfernten sich ploetzlich alle anderen Taenzer und ich steh mit diesem Typ allein da. Na gut, ich also mit ihm getanzt (soweit meine Bewegungen als Tanz interpretierbar waren), als ploetzlich die anderen Maenner ankamen und so eine Art Balztanz mit mir veranstalteten. Ich wusst gar nicht, wo ich zuerst hinschauen sollte! Also so was Schoenes... das sollte mir mal ohne Publikum passieren!!!
(Kein Angst Maedels, ich habe Beweisvideos! Also beim naechsten Weiberabend wird gemeinsam geschmachtet)

Ansonsten ergibt sich in letzter Zeit nicht so viel Spannendes und Aufregendes. Denn auch hier tritt langsam Alltagsstimmung ein. Durch meinen arbeitsreichen Sydneyaufenthalt konnte ich genug Geld sparen, um hier nicht wieder schufften zu muessen. So schlaf ich jeden Tag aus, richtig schoen lange. Danach verbring ich meinen Tag mit Lesen, Sprache lernen, Freunde treffen, Emails schreiben, einkaufen und alles was so Spass macht.
Die Abende verbringen wir meist in meiner WG, wobei Ariel oft zu Besuch kommt. Wir kochen alle gemeinsam, quatschen stundenlang bei chilenischem Rotwein und geniessen die lauen Sommernaechte in Santiago.

Donnerstag, 20. Oktober 2005

Hot summer in the city

Seit einigen Stunden bin ich nun wieder zurück in Santiago: puh was für eine Hitze!!!
In Laguna Verde ist es im Gegensatz zur Hauptstadt angenehm, da humid. Welch grosser Unterschied doch zwischen den Orten in unmittelbaren Kuestennaehe und dem Kochkessel Santiago herrscht! Die Stadt ist im Westen von den riesigen Anden und im Osten von dem Kuestengebirge umgeben. Deshalb sammelt sich hier die heisse Luft, kaum ruehrt sich ein Lueftchen und der Smog kann sich hier gut festsetzen.

Ariel und ich haben den gesamten Tag am Strand vertroedelt... Viel unternommen haben wir nicht! Deshalb gibt es nicht viel von unserem Ausflug zu erzaehlen... Ich mag seine Grosseltern total und bin unheimlich gern dort. Leider bekommt Ariel nur 2 Tage im Monat frei, weshalb unsere Ausfluege immer viel zu kurz sind.

Am Wochenende stehen viele Moeglichkeiten offen. Zum einen will ich endlich mal meine Museumsliste in Angriff nehmen, zum anderen meine verbleibenden 7 Wochen planen, mit Debbie und Edwin werde ich am Sonntag einen Ausflug machen und und und... Mal sehen, was ich verwirklichen werde!

Dienstag, 18. Oktober 2005

Pack die Badehose ein...

... denn gleich geht es wieder in Richtung Strand :o) Ariel und ich werden heute unseren vermasselten Kurzausflug nach Laguna Verde nachholen.
Habe den gesamten Vormittag in der Kueche verbracht, um ein Picknick fuer morgen vorzubereiten. Ausserdem habe ich fuer Ariels Grosseltern einen echten deutschen Kuchen gebacken.

Das Wetter ist derzeit bombastisch: blauer Himmel, Sonnenschein und angenehm warme Temperaturen. Ich liebe es ja nachts mit "speerangelweit" geoeffneten Fenstern zu schlafen und frieren zu muessen!

Am Wochenende war mal wieder Feiern angesagt. Freitag war ich mit Debbie und Edwin im Viertel Bellavista tanzen. Haben uns bis 2.30 Uhr im Casa en el Aire verquasselt. Dort ist es so gemuetlich, weil mit viel Liebe eingerichtet und dekoriert. Der Name stammt aus dem gleichnamigen Gedicht von dem kolumbianischen Dichter Rafael Esclona und handelt von seinem Wunsch der Tochter einen Ort des Rueckzugs vor jeglichen irdischen Problemen zu ermoeglichen. Er moechte ihr ein Haus im Himmel bauen... entzueckend!
Anschliessend ging es dann noch fuer einige Rhytmen in einen sehr schraegen Club, wo eine Striptease-Show stattfand. Nunja, ob die Jungs und Maedels die Klamotten nicht mal lieber anbehalten haetten?!?

Am Samstag hatten wir Karten fuer eine Kostuemparty von jener besagten Theatergruppe. In letzter Minuten und nach einigen Caipiriñas haben wir dann die fantastische Idee gehabt, uns als "Internationale Presse" zu verkleiden. Dazu haben wir uns aus alten Zeitungen Klamotten gebastelt und unsere Gesichter mit den Namen der heimatlichen Tageszeitungen beschriftet!! Carlos war der chilenische"Mercurio", Debbie der australische "Canberra Courier", Edwin die nikaraguanische "Tercera" und ich natuerlich die deutsche "Zeit". Ein Foto findest Du im Bilderalbum! Die Party war echt gelungen, wir waren super lustig unterwegs und haben immens viel getanzt. Zwischendurch gab es immer wieder Tanzvorstellungen, die mega genial waren. Unter anderem ein Paeaerchen, welches Tango tanzte: mit einem Ausdruck und einer unglaublichen Grazie!
Ganz klar war unsere Verkleidung ja wohl die originellste. Allerdings hatte sich diese am fruehen Morgen dann in Wohlgefallen aufgeloest und lag verstreut im gesamten Saal herum! Ein Bild der Verwuestung...

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