Aufregende Kurzurlaubsplanung
Das kommende Wochenende gilt in Chile als verlängertes Wochenende, denn am Montag (10. Oktober) ist hier ein Feiertag. Noch immer bin ich am rätseln, was hier eigentlich gefeiert wird, denn der Kolumbustag ist erst am 12. Oktober und gedenkt der Ankunft der spanischen Forschungsreisenden in Amerika im Jahr 1492. Na bis zum nächsten Eintrag habe ich das sicherlich in Erfahrung gebracht...
Meine tollen Mitbewohner haben über einen Freund ein Ferienhaus direkt am Strand organisiert, weshalb die gesamte WG am Samstag kurzerhand für 3 Tage umziehen wird. Ach ich hoffe, daß das Wetter mitspielt, denn ich sehe mich schon stundenlang mit netten Büchern am Strand die Sonne genießen.
Am Montag wird dann noch Ariel nachkommen und wir beiden fahren wieder zu seinen Großeltern nach Laguna Verde. Schon seit unserem letzten Ausflug, planten wir einen richtigen Tagesausflug zu Pferd. Ich bin seit meiner ersten Reitstunde voll auf den Geschmack gekommen und habe richtig Lust das Reiten zu lernen. Ariel und ich werden am Dienstag zu einem abgelegenen Strand reiten und dort den Tag verbringen, juhu! Somit tut sich für mich die Möglichkeit auf eine kleinen Kurzurlaub am Meer auf!
Das gestrige Straßentheater war im Übrigen echt lustig und aufregend. Wir sind mit diesem Wagen zur Mittagszeit durch die Fußgängerpassage Santiagos gezogen, wobei wir die Aufmerksamkeit der Leute förmlich aufsaugten. Zum Glück ist mir ja so schnell nix peinlich, deshalb habe ich meine erste Rolle auch echt genossen. Trotzdem habe ich Respekt vor richtigen Schauspielern, die für einige Stunden in einen anderen Menschen schlüpfen müßen, was echt Konzentration pur erfordert. Ich hatte nach 30 Minuten schon keine richtige Lust mehr... hehe
Am Abend kam es in unserer Nachbarschaft zu einem Vorfall, von dem ich hier berichten möchte. Denn meine Schilderungen über Santiago sind vielleicht selten kritisch genug, denn ich liebe diese Stadt, das Land und die Leute.
Santiago erstickt im Müll, da es hier zum einen kein vernünftiges Recyclingsystem gibt und zum anderen die Stadt ihrer Verantwortung zur Beseitung nur ungenügend nachkommt.
Die Folge sind zugemüllte Fußwege und Straßen, denn es gibt weder richtige Müllcontainer noch zuverläßige Abholtermine. Die Mülltüten werden einfach vor das Haus gestellt, in der guten Hoffnung, daß dieser bald abgeholt wird. Im Sommer wird dieses Übel natürlich durch die Hitze noch schlimmer. Dazu kommt, daß die streunenden Hunde diese Mülltüten auf der Suche nach Futter auseinanderreißen und alles noch weiter breit streuen.
Diese Erklärung ist wichtig, um nun endlich auch zum gestrigen Abend zu kommen. Einige Bürger haben kurzerhand eine Demonstration auf die Beine gestellt und mitten auf einer großen Straßenkreuzung allerlei Müll zusammengetragen und angezündet. Lange dauerte dies nicht, denn die Polizei bereitete dem Trubel schnell ein Ende. Es ist nun zu hoffen, daß die Medienpräsenz etwas in den Köpfen der Stadtväter bewirkt hat!
Meine tollen Mitbewohner haben über einen Freund ein Ferienhaus direkt am Strand organisiert, weshalb die gesamte WG am Samstag kurzerhand für 3 Tage umziehen wird. Ach ich hoffe, daß das Wetter mitspielt, denn ich sehe mich schon stundenlang mit netten Büchern am Strand die Sonne genießen.
Am Montag wird dann noch Ariel nachkommen und wir beiden fahren wieder zu seinen Großeltern nach Laguna Verde. Schon seit unserem letzten Ausflug, planten wir einen richtigen Tagesausflug zu Pferd. Ich bin seit meiner ersten Reitstunde voll auf den Geschmack gekommen und habe richtig Lust das Reiten zu lernen. Ariel und ich werden am Dienstag zu einem abgelegenen Strand reiten und dort den Tag verbringen, juhu! Somit tut sich für mich die Möglichkeit auf eine kleinen Kurzurlaub am Meer auf!
Das gestrige Straßentheater war im Übrigen echt lustig und aufregend. Wir sind mit diesem Wagen zur Mittagszeit durch die Fußgängerpassage Santiagos gezogen, wobei wir die Aufmerksamkeit der Leute förmlich aufsaugten. Zum Glück ist mir ja so schnell nix peinlich, deshalb habe ich meine erste Rolle auch echt genossen. Trotzdem habe ich Respekt vor richtigen Schauspielern, die für einige Stunden in einen anderen Menschen schlüpfen müßen, was echt Konzentration pur erfordert. Ich hatte nach 30 Minuten schon keine richtige Lust mehr... hehe
Am Abend kam es in unserer Nachbarschaft zu einem Vorfall, von dem ich hier berichten möchte. Denn meine Schilderungen über Santiago sind vielleicht selten kritisch genug, denn ich liebe diese Stadt, das Land und die Leute.
Santiago erstickt im Müll, da es hier zum einen kein vernünftiges Recyclingsystem gibt und zum anderen die Stadt ihrer Verantwortung zur Beseitung nur ungenügend nachkommt.
Die Folge sind zugemüllte Fußwege und Straßen, denn es gibt weder richtige Müllcontainer noch zuverläßige Abholtermine. Die Mülltüten werden einfach vor das Haus gestellt, in der guten Hoffnung, daß dieser bald abgeholt wird. Im Sommer wird dieses Übel natürlich durch die Hitze noch schlimmer. Dazu kommt, daß die streunenden Hunde diese Mülltüten auf der Suche nach Futter auseinanderreißen und alles noch weiter breit streuen.
Diese Erklärung ist wichtig, um nun endlich auch zum gestrigen Abend zu kommen. Einige Bürger haben kurzerhand eine Demonstration auf die Beine gestellt und mitten auf einer großen Straßenkreuzung allerlei Müll zusammengetragen und angezündet. Lange dauerte dies nicht, denn die Polizei bereitete dem Trubel schnell ein Ende. Es ist nun zu hoffen, daß die Medienpräsenz etwas in den Köpfen der Stadtväter bewirkt hat!
sylvia - 6. Okt, 22:21
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