Mittwoch, 31. August 2005

Sich ueberschlagende Ereignisse

Nach nun fast einer Woche in Santiago habe ich noch lange nicht genug... momentan ueberschlagen sich die freudigen Ereignisse schon foermlich.

Seit gestern ist es richtig schoen sonnig und warm geworden. Zum ersten Mal habe ich deutlich die schneebedeckten Anden gesehen, die so surreal wirken hinter dieser genialen Stadt.

Gott, in den letzten zwei Tagen ist allein schon wieder soooooooooo viel passiert. Gestern war ich beispielsweise in einer christlichen Einrichtung "Hogar de Cristo", die sich fuer Arme und Kranke einsetzt. Ich wollte gern mit Kindern arbeiten und hab da nun auch die Moeglichkeit als "una voluntaria". Heute fand dort ein Treffen fuer Freiwillige statt und ich denke, dass es mit der Arbeit bald losgehen kann.

Ariel war so nett, an seinem einzig freien Tag in 2 Wochen, mir den gesamten Tag bei der Wohnungssuche zu helfen, was gar nicht so einfach war. Wir haben Zeitungen durchforstet, er hat viele Leute angerufen und letztendlich sind wir durch die gesamte Stadt gefahren, um uns die Zimmer auch anzuschauen. Nix hat mir richtig gut gefallen. Erstens wollte ich nicht bei alten Leuten zur Untermiete wohnen, zweitens sollte es zentral sein und drittens auch ein bisschen nett aussehen. Schliesslich habe ich mich dann notgedrungen fuer ein Zimmer entschieden, was relativ ok war, aber lang noch nix fantastisches.

Wie es der Zufall aber wollte, lernte ich heute beim Treffen im Hogar de Cristo Erwin kennen, der in einer WG lebt wo noch ein Zimmer frei ist. Kaum machte er die Tuer zur Wohnung auf, wusste ich: DAS IST ES!!!!! Ein super huebsches Wohnzimmer mit Couches, eine grosse Kueche, mein Zimmer ist total niedlich mit einem schoenen Tisch vor einem riesigen Fenster, das Bad ist sauber und meine Mitbewohner (2 Chilenen, 1 Nicaraguaner, 1 Australierin) scheinen auf den ersten Blick total nett. Nach sowas hatte ich nur gesucht... JUHU, kann mein Glueck noch gar nicht fassen.
Es ist nur 2 Strassen entfernt vom Plaza Brasil, wo auch mein Hostel liegt. Hier gefaellt es mir richtig gut, denn das ist ein gemuetliches Studentenviertel. Ausserdem werde ich auf der Strasse schon von allen Seiten gegruesst, sei es von der Baeckersfrau oder vom Milchverkaeufer... :o)

Da die Passstrassen ueber die Anden nach Argentinien vom Schnee weggetragen wurden, konnte Chris noch nicht nach Buenos Aires fahren. Durch die Unwetter gab es an einem Wochenende allein 2.7 Meter Neuschnee. Unglaublicherweise war das zu viel, um ueberhaupt noch Wintersport betreiben zu koennen. Die Snowboarder im Hostel sind auf dem Zahnfleisch gekrochen, weil sie nicht aufs Board konnten.

Deshalb sind wir heute losgezogen und mit der Seilbahn auf Cerro San Cristòbal gefahren. Wir hatten von da aus eine supertolle Sicht auf die riesige Stadt Santigo mit ihren massiven Bergen im Hintergrund.

So nun muss ich aber meinen Schluessel abholfen... bin schon spaet dran. Aber das passiert nunmal, wenn man den Messenger anmacht!!!

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