Montag, 8. August 2005

Gluecklich und zufrieden

In Kaikoura wurden wir von einem wunderschoenen Sonnenaufgang ueber dem Meer geweckt. Gestaerkt vom Fruehstueck haben wir uns auch gleich auf die Socken zum Peninsula Walkway gemacht. Leider sind ein paar Wolken aufgezogen, so dass die Sicht nicht sehr weit war, aber dafuer alles sehr mystisch aussah. Ueber Stock und Stein, vorbei an Kuehen , Schafen und Robben sind wir an der wunderschoenen Kueste der Halbinsel entlang spaziert und letztendlich kam auch die Sonne wieder zum Vorschein, was natuerlich mit einem Eis gefeiert werden musste. Das Eis ist hier einfach so fantastisch lecker!! Die Portionen sind riesig und spott billig - so dass wir eine neue Waehrung im Portmonaie haben - wir rechnen nur noch in Eisportionen!!

Weiter ging es in Richtung Norden nach Blenheim. Die Gegend ist sehr bekannt fuer seinen Weinanbaugebiete . Auch dies war ein Grund unserer Nachtlager in Blenheim aufzuschlagen und den Besuch dieser Stadt mit ein paar leckeren Glaessern Weisswein ausklingen zu lassen...

Am naechsten Tag haben wir uns nach Nelson aufgemacht und dort alles fuer unseren Trip im Abel Tasman Nationalpark organisiert. Auch wenn wir uns wiederholen, aber das Wetter war genial!! Haben uns mal wieder unter strahlendem Sonnenschein auf eine Stadterkundung begeben. Da man von oben ja bekanntlich den besten Blick hat, sind wir auf einen Huegel geklettert und haben den Rund-um-Blick auf Land und Leute genossen.
Entlang am Maitai River ging es zurueck in die City.
Zur Kroenung haben wir da ein nettes kleines Cafe gefunden, indem es zu unserer grossen Ueberraschung super leckeren Eiskaffee gab (was bis dahin ein eher schwieriges Unternehmen war...).

Gluecklich und zufrieden haben wir noch einen Abstecher an den Tahanui Beach gemacht und einbisschen relaxt. Endlich mal ein Sandstrand!! Bisher waren uns nur steinige Straende begegnet.

Da am naechsten Tag unserer grosser Wandertrack losgehen sollte, musste wir noch ein ganz paar Kilometer hinter uns bringen.

Der kleine Ort Marahau war der Start und Zielpunkt unserer Wanderung. Nach einem super leckeren Fruehstueck - es gab mal wieder Pancakes - fuehlten wir uns stark genug!!

Mit dem Wassertaxi ging es dann auch los um Abel Tasman Kuestenwanderweg.
Schon die 2.5-stuendige Jetbootfahrt war aufregend, denn viele Delphinschwaerme begleiteten uns. Die Tiere sprangen direkt neben dem Boot aus dem Wasser und wir hatten den Eindruck, dass sie mindestens genauso an uns interessiert waren wie wir an ihnen.

Ab Totaranui waren wir dann auf unsere Fuesse angewiesen, die ausser unserem Gewicht noch die ueberschwerten Rucksaecke schleppen mussten (wir hatten mit ueber 10 kg pro Person ALLES dabei: Milch, Kaffee, Peanutbutter, Marmelade, frisches Obst und Gemuese - so irre muss man sein...)

Gleich zu Beginn lernten wir unsere Mitreisenden kennen: Chris aus New York City und Nadav aus Israel. Beide planten die gleiche Tour und so schlossen wir uns zusammen.

Die 4 Tage unter freiem Himmel waren fantastisch und definitiv ein ganz grosses Highlight unserer bisherigen Reise. Die Sonne verliess uns nie und auch die gute Laune blieb stets erhalten - trotz Blasen, Mueckenstichen und Muskelkater.
Wir haben jeden der 51 Kilometer genossen. Vorbei ging es an Traumstraenden, bergauf und bergab durch den Urwald, ueber Fels und Stein und mit nackten Beinen durch das Wattenmeer (knoecheltief bis beinhoch).
Am 3. Tag waren wir nach 21 Kilometern total erledigt, aber gluecklich und zufrieden.
Die Naechte verbrachten wir in Huetten (Whariwharangi, Awaroa, Anchorage) die recht spartanisch eingerichtet waren. Es gab weder Strom noch Heizung, statt dessen mussten wir Feuer machen und konnten bei Kerzenschein die Abende ausklingen lassen. Huettenromantik pur! Solch ein Ausflug wird definitiv nicht der letzte gewesen sein.

Nachdem wir am Sonntag das noerdliche Ende der Suedinsel bei Farewell Spit erkundet haben, gings zu unserem letzten Ziel auf der Suedinsel: dem Marlborough Sound. In diesem wunderschoenen Fjordland wollten wir eigentlich wie bereits erwaehnt eine Kajaktour machen, die wir jedoch verschoben haben. Die Eindruecke der letzten Wochen wollen erstmal verarbeitet werden, weil uns sonst der Kopf platzt.
Daher entschieden wir uns fuer einen ruhigen Tag in Picton, wo wir mal wieder richtig die Seele baummeln lassen konnten.

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